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Wir als Besitzer haben das Gefühl, dass die Katze durch ihre Freiheit viel erleben kann; wir wissen, dass ihr die Abwechslung gut tut und manchmal glauben wir auch, dass Freigang für ein artgerechtes Leben von Katzen von Vorteil ist. Deswegen entscheiden sich auch viele Besitzer dazu, ihre Stubentiger eben nicht nur in der Stube zu lassen, sondern diese hinaus in die weite Welt zu schicken. Wir von LucyBalu können diese Haltung durchaus verstehen – auch wir haben teilweise Katzen zu Hause, die als Freigänger leben. Doch zu diesem Katzen-Lebensmodell gehört eben auch dazu, dass man sich der Risiken für unsere geliebten Samtpfoten bewusst sein muss. Nicht nur können zu viele Katzen auf engstem urbanen Raum, in der eh schon fragilen Ökostruktur, Schäden anrichten (mehr  dazu gibts in unserem Artikel „Freigängerkatze - Vogelkiller auf Leisen Pfoten?"), die Katzen sind draußen natürlich auch deutlich anfälliger für Unfälle, Verletzungen oder beispielsweise Parasitenbefall, als auf dem sicheren Sofa. Manche dieser Gefahren lassen sich teilweise abfedern, andere wiederum sind nicht kalkulierbar.

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Die Katze geht raus – was muss ich beachte?

Egal aus welchem Grund ihr euch dazu entscheidet, eure Katze in den Freigang zu lassen: manche Dinge sind schon im Vorfeld wichtig zu beachten. So sollten Katzen, die frei draußen herumlaufen, unbedingt kastriert sein! Nur so kann man sicher ungewollten, wilden Katzennachwuchs verhindern. Wer einmal gesehen hat, wie elend verwilderte Katzenjunge auf Bauernhöfen oder in Kellern leben, weiß: hier muss man die ungehemmte Vermehrung verhindern. Übrigens: eine Kastration ist für Katzen oder auch Kater nicht schädlich – sofern die Tiere alt genug sind, ist der jeweilige Eingriff kurz und praktisch unbedenklich. Natürlich birgt jede Operation ein Risiko – bei Katzen liegt dieses jedoch viel niedriger als zum Beispiel bei einer vergleichbaren OP beim Menschen.

Weiterhin sollte die Katze unbedingt gechippt und – was leider nach wie vor oft vergessen wird – bei einem Haustierregister eingetragen sein! Egal welches Register man nimmt (TASSO, FINDEFIX etc.): sobald man die Katze dort registriert hat, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass sie nach einem Auffinden auch euch als Besitzern zugeordnet werden kann.

Natürlich gibt es darüber hinaus auch noch die Möglichkeit, eure Katze mit einem Tracker auszustatten – damit stellt ihr sicher, dass ihr wisst wo sich die Katze aufhält und findet sie im Fall der Fälle auch schneller wieder. Wir haben euch HIER mal eine Übersicht erstellt, welchen Tracker wir euch empfehlen - und warum. Stellt dabei jedenfalls sicher, dass das Halsband, an dem der Tracker angebracht ist, den entsprechenden Sicherheitsstandards gehorcht. Auch HIER haben wir einen Vorschlag für euch und eure Katzen.

Tracker Katze

Und natürlich – aber das schreiben wir hier nur der Vollständigkeit halber – sollte die Umgebung für einen Freigang auch geeignet sein. Eine Katzentreppe hin zur sechsspurig befahrenen Ringstraße oder direkt an einer frequentierten Kreuzung in der Innenstadt ist einfach keine gute Idee.

Trotz aller Vorsicht – die Katze kommt nicht mehr heim

Nehmen wir mal an, eure Katze ist ein versierter Freigänger, der immer zur gleichen Zeit oder zumindest immer morgens zur (Katzen-)Tür hereinschneit. Und auf einmal – kommt sie nicht. Wir können euch sagen – wir alle im Team mit Freigängerkatzen hatten diesen Moment schon! Natürlich ist man sofort unruhig und macht sich Sorgen. Und diese Sorgen sind leider auch nicht unbegründet. Verschiedene Studien belegen, dass Freigänger im Schnitt drei bis fünf Jahre weniger Lebenserwartung haben als Wohnungskatzen. In manchen Blogs ist sogar von bis zu zehn Jahren weniger im Schnitt zu lesen. Insofern müssen wir sagen – eure Sorgen sind angebracht und berechtigt.

Sobald ihr merkt, dass die Katze vermisst wird, empfehlen wir erst einmal – trotz Sorgen – ruhig zu bleiben. Stellt zuerst sicher, dass der Stubentiger wirklich weg ist, und sich nicht einfach nur sehr gut versteckt hält. Dann empfehlen wir als nächsten Schritt – das Suchen. Wenn möglich sollte euer Zuhause ab jetzt immer zugänglich für die Katze sein, denn oft kommen sie nach einigen Stunden mir nichts, dir nichts einfach zurückgeschlendert. Sprich, auch wenn ihr draußen suchen geht, versucht die Katzenklappe offen zu lassen, oder bittet einen Nachbarn die offene Wohnung zu bewachen. Auf die Suche nehmt am besten eine Leckerli-Dose oder Futterverpackung mit, deren Geräusch eure Katze gut kennt. Auch das vertraute Klingeln vom Lieblingsspielzeug hilft oft. Je nachdem wann ihr das Verschwinden eurer Katze bemerkt, macht das sofortige Suchen übrigens mehr oder weniger Sinn. Gerade tagsüber verstecken sich Katzen oft – auch wenn sie ihre Besitzer hören oder sogar sehen, kommen sie nicht aus ihrem Loch heraus. Einfacher fällt ihnen das abends oder gar nachts. Deswegen unser Tipp: sucht jedenfalls auch nach Einbruch der Dunkelheit weiter. Ruft immer wieder ruhig nach der Katze und macht vertraute, leichte Geräusche wie eben mit der Futterdose.

Die Katze bleibt weg - weitere Maßnahmen

Ihr habt die Nacht nicht geschlafen und wie wild gesucht, und euer geliebtes Familienmitglied ist immer noch nicht wieder da? Dann wird es Zeit, das Verschwinden der Katze publik zu machen. Geht durch die Nachbarschaft, klingelt wo es möglich ist und hängt Zettel auf. Der Zettel sollte jedenfalls ein gutes Foto und eine genaue Beschreibung Eurer Katze beinhalten, eure Telefonnummer zum abreißen dabei haben sowie die Aufforderung an die Passanten, in ihren Kellern oder Schuppen nachzuschauen. So seltsam es ist – viele Katzen werden wirklich ein Opfer ihrer Neugier und dann unbemerkt in solchen Räumen eingeschlossen. Gerade im Frühjahr sieht man viele solcher Zettel an Ampeln oder an Mauern hängen. Ganz wichtig: auch kastrierte Katzen bekommen manchmal noch Frühlingsgefühle und gehen extra lange strawanzen oder nach langen, kalten Wintermonaten halt extra lange raus. Dabei vergessen sie schon mal die Zeit… Weiterhin macht es Sinn die örtlichen Tierärzte anzurufen, da viele Menschen, denen eine Katze „zuläuft“ erst mal hier nach Hilfe und Rat suchen. Auch eine Meldung im örtlichen Tierheim macht Sinn, ebenso raten wir dazu, die Polizei zu informieren. Denn auch hier holen sich Menschen, die Tiere auffinden, Rat. Sollte Eure Katze nicht gekennzeichnet sein, fahrt auf jeden Fall auch selbst zum Tierheim und schaut nach – oft schon konnten so sehr schnell Mensch und Tier glücklich wiedervereint werden!

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Die Hoffnung nicht aufgeben!

Leider kennen wir auch das: die Katze ist nicht aufzufinden. Keiner hat sie gesehen, und sogar eine Nachfrage bei der Straßenmeisterei nach Unfällen mit Tieren hat keinerlei Neues ergeben. Wir müssen zugeben – hier verzweifeln wir selbst oft. Was kann man noch tun? Unsere Tierärztin Sandra hat dazu eine praktisch unglaubliche Geschichte: Sandra lebte die ersten Jahre mit ihren beiden Katzen in einer Dachwohnung im zweiten Stock. Als sie eines Tages heimkam, fehlte das Weibchen, Scampi. Sie war – anders lässt es sich nicht erklären – trotz Katzenschutznetz vom Balkon gefallen (Anmerkung von Sandra: danach blieben die Katzen nicht mehr unbeaufsichtigt auf dem Balkon, trotz Netz…). Sie fing sofort mit der Suche an, aber Scampi war nirgends zu finden. Erschwerend kam in diesem Fall hinzu, dass Scampi keinen Freigang gewöhnt war, und das aller erste Mal in ihrem Leben überhaupt im Freien war. Und – Sandra wohnte zwischen Gleisdreieck und vierspuriger Straße. Sie war sich fast sicher – diese Katze kommt nicht wieder. Trotzdem gab Sandra nicht auf und suchte jede Nacht. Sie war nach zwei Wochen schon so weit, über eine andere Zweitkatze nachzudenken – denn Kater Monaco litt fürchterlich unter dem Verlust seiner Spielgefährtin. Aber es war ihr einfach unmöglich so schnell abzuschließen. Nach sage und schreibe drei Wochen stand Scampi dann auf einmal im Vorgarten des Hauses. Übrigens total stumm. Nur auf das Rufen ihrer Besitzerin meldete sich dann zaghaft und nach weiteren endlos langen drei Minuten war die Katzenfamilie wieder vereint. Scampi war total abgemagert und voller Zecken und Flöhe, aber sonst gesund. Der Sturz und das wochenlange Fasten danach hatten keine langfristigen Spuren hinterlassen.

Was wir damit sagen wollen: Katzen können auch wochenlang verschwinden und plötzlich wiederkommen. Und: sie kommen mit viel mehr da draußen zurecht, als wir uns überhaupt vorstellen können. Deswegen: gebt die Hoffnung nicht auf! Scampi lebt übrigens immer noch und ist nach 10 Jahren Freigang jetzt mit 18 Jahren ein wahrer Stubentiger geworden, der nur noch gemütlich auf der Terrasse liegt. Den Garten ignoriert sie vehement.

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