src="files/01_blog-hero_1500x900_56955137-a1c1-4f0b-b5ff-dfe61ca8e627.jpg">
Wir sagen DAS Katzenstreu. Sorry, Duden.
Heißt es die oder das Katzenstreu? Der Duden ist eindeutig. Wir inzwischen auch – nur leider genau in die andere Richtung.
Die Katzenstreu? Das fühlt sich irgendwie falsch an.
Wir müssen reden. Über Grammatik. Keine Sorge, es wird nicht schlimm. Es geht schließlich um Katzen.
Wer bei LucyBalu bisher von der Katzenstreu – Verzeihung: von Katzenstreu – gelesen hat, konnte gelegentlich über eine Formulierung stolpern: die Katzenstreu. Grammatikalisch vollkommen richtig. Emotional? Schwierig.
Denn der Duden kennt aktuell keine Diskussion: Es heißt die Katzenstreu. Der Grund dafür steckt im zweiten Teil des Wortes. Das Grundwort ist „Streu“, und das ist im Standarddeutschen feminin: die Streu. Das Wort geht auf mittelhochdeutsch strewe beziehungsweise ströu(we) zurück und gehört zu „streuen“. Katzenstreu ist entsprechend ebenfalls feminin.
So weit, so korrekt.
Dann kommt allerdings das echte Leben. Dort fragen Menschen: „Welches Katzenstreu benutzt du?“ Oder: „Kannst du das Katzenstreu nachfüllen?“ Und kaum jemand ruft aus dem Badezimmer: „Schatz, die Katzenstreu ist leer!“
Wie groß die Diskrepanz sein kann, zeigt zumindest eine kleine, nicht repräsentative Abstimmung auf gutefrage.net: 72 Prozent der 18 Teilnehmenden entschieden sich für das Katzenstreu, nur 22 Prozent für die Katzenstreu. Wissenschaftlich belastbar? Nein. Herrlich passend zu unserem Sprachgefühl? Allerdings.
Und genau deshalb haben wir bei LucyBalu eine kleine grammatikalische Revolution beschlossen: Wir schreiben ab jetzt das Katzenstreu.
Ja, wir wissen, dass der Duden derzeit anderer Meinung ist. Aber vielleicht ist der Duden ja noch nicht fertig mit Katzenstreu.
Die Katzenstreu? Das fühlt sich irgendwie falsch an.
Wir müssen reden. Über Grammatik. Keine Sorge, es wird nicht schlimm. Es geht schließlich um Katzen.
Wer bei LucyBalu bisher von der Katzenstreu – Verzeihung: von Katzenstreu – gelesen hat, konnte gelegentlich über eine Formulierung stolpern: die Katzenstreu. Grammatikalisch vollkommen richtig. Emotional? Schwierig.
Denn der Duden kennt aktuell keine Diskussion: Es heißt die Katzenstreu. Der Grund dafür steckt im zweiten Teil des Wortes. Das Grundwort ist „Streu“, und das ist im Standarddeutschen feminin: die Streu. Das Wort geht auf mittelhochdeutsch strewe beziehungsweise ströu(we) zurück und gehört zu „streuen“. Katzenstreu ist entsprechend ebenfalls feminin.
So weit, so korrekt.
Dann kommt allerdings das echte Leben. Dort fragen Menschen: „Welches Katzenstreu benutzt du?“ Oder: „Kannst du das Katzenstreu nachfüllen?“ Und kaum jemand ruft aus dem Badezimmer: „Schatz, die Katzenstreu ist leer!“
Wie groß die Diskrepanz sein kann, zeigt zumindest eine kleine, nicht repräsentative Abstimmung auf gutefrage.net: 72 Prozent der 18 Teilnehmenden entschieden sich für das Katzenstreu, nur 22 Prozent für die Katzenstreu. Wissenschaftlich belastbar? Nein. Herrlich passend zu unserem Sprachgefühl? Allerdings.
Und genau deshalb haben wir bei LucyBalu eine kleine grammatikalische Revolution beschlossen: Wir schreiben ab jetzt das Katzenstreu.
Ja, wir wissen, dass der Duden derzeit anderer Meinung ist. Aber vielleicht ist der Duden ja noch nicht fertig mit Katzenstreu.
Sprache ist kein Kratzbaum aus Beton
Bevor jetzt Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer nervös mit dem Rotstift wedeln: Wir behaupten nicht, dass „das Katzenstreu“ nach heutiger Standardnorm korrekt ist. Ist es nicht. Noch nicht.
Aber Sprache verändert sich durch ihren Gebrauch. Und gerade beim grammatischen Geschlecht ist Deutsch erstaunlich flexibel. Der Duden selbst führt Wörter, bei denen mehr als ein Artikel möglich ist. Die oder das E-Mail ist korrekt. Beim Virus sind je nach Bedeutung und Sprachgebrauch der und das möglich. Selbst beim Streusel akzeptiert der Duden der und das.
Und dann gibt es den Endgegner jeder Artikel-Diskussion: Joghurt. Der Duden kennt der, regional auch das und sogar mundartlich die Joghurt. Drei Artikel für ein einziges Frühstück. Deutschland kann offenbar sehr tolerant sein, solange Katzenstreu nicht ins Spiel kommt.
Der Duden hat sogar ausgerechnet: Rund 1,5 Prozent der Substantive im Rechtschreibduden können mit zwei Artikeln verwendet werden. Bei ungefähr 50 Wörtern sind sogar alle drei möglich.
Warum also sollte sich Sprache bei Katzenstreu niemals bewegen dürfen?
Unser Sprachgefühl liefert dafür zumindest eine plausible Erklärung: Katzenstreu wird heute als eigenständiges Produkt wahrgenommen – ähnlich wie „das Granulat“, „das Material“ oder schlicht „das Streu“. Dass Letzteres standardsprachlich eigentlich die Streu heißt, macht die Sache besonders charmant.
Sprache entsteht eben nicht nur im Wörterbuch. Sie entsteht auf dem Sofa, im Supermarkt, im Katzenhaushalt – und offenbar ziemlich häufig vor einem Katzenklo.
Sprache ist kein Kratzbaum aus Beton
Bevor jetzt Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer nervös mit dem Rotstift wedeln: Wir behaupten nicht, dass „das Katzenstreu“ nach heutiger Standardnorm korrekt ist. Ist es nicht. Noch nicht.
Aber Sprache verändert sich durch ihren Gebrauch. Und gerade beim grammatischen Geschlecht ist Deutsch erstaunlich flexibel. Der Duden selbst führt Wörter, bei denen mehr als ein Artikel möglich ist. Die oder das E-Mail ist korrekt. Beim Virus sind je nach Bedeutung und Sprachgebrauch der und das möglich. Selbst beim Streusel akzeptiert der Duden der und das.
Und dann gibt es den Endgegner jeder Artikel-Diskussion: Joghurt. Der Duden kennt der, regional auch das und sogar mundartlich die Joghurt. Drei Artikel für ein einziges Frühstück. Deutschland kann offenbar sehr tolerant sein, solange Katzenstreu nicht ins Spiel kommt.
Der Duden hat sogar ausgerechnet: Rund 1,5 Prozent der Substantive im Rechtschreibduden können mit zwei Artikeln verwendet werden. Bei ungefähr 50 Wörtern sind sogar alle drei möglich.
Warum also sollte sich Sprache bei Katzenstreu niemals bewegen dürfen?
Unser Sprachgefühl liefert dafür zumindest eine plausible Erklärung: Katzenstreu wird heute als eigenständiges Produkt wahrgenommen – ähnlich wie „das Granulat“, „das Material“ oder schlicht „das Streu“. Dass Letzteres standardsprachlich eigentlich die Streu heißt, macht die Sache besonders charmant.
Sprache entsteht eben nicht nur im Wörterbuch. Sie entsteht auf dem Sofa, im Supermarkt, im Katzenhaushalt – und offenbar ziemlich häufig vor einem Katzenklo.
Unser Vorschlag für den Duden 2030
Deshalb möchten wir der deutschen Sprache etwas zurückgeben. Wir präsentieren – völlig unautorisiert und mit größtmöglichem grammatikalischem Selbstbewusstsein – unseren zukünftigen Wörterbucheintrag:
Kat·zen·streu, die oder das
Substantiv, feminin oder Neutrum
Bedeutung:
Saugfähiges Material für Katzentoiletten; vorzugsweise klumpend, geruchsbindend und so angenehm, dass die Katze anschließend trotzdem die Hälfte davon vor dem Katzenklo verteilt.
Grammatik:
die Katzenstreu – standardsprachlich, traditionell, Duden-approved.
das Katzenstreu – sehr gebräuchlich, klingt für verdächtig viele Katzenmenschen einfach richtiger und wird von LucyBalu mit bemerkenswerter Konsequenz verwendet.
Beispielsatz:
„Wer hat schon wieder das Katzenstreu im ganzen Bad verteilt?“
Antwort: Katze unbekannt. Ermittlungen eingestellt.
Bis dieser Eintrag Wirklichkeit wird, nehmen wir das sprachliche Risiko auf uns. Bei LucyBalu heißt es künftig konsequent das Katzenstreu – vom klassischen Katzenstreu bis zu unserem pflanzlichen TOFU Katzenstreu.
Und jetzt brauchen wir euch.
Wenn ihr ebenfalls automatisch „das Katzenstreu“ sagt, teilt diesen Artikel. Schickt ihn an Katzenmenschen, Deutschlehrer, Wortliebhaberinnen und zur Not an eure ehemalige Deutschlehrerin. Vielleicht schaffen wir gemeinsam, was Joghurt längst geschafft hat: die offizielle grammatikalische Wahlfreiheit.
Unser Ziel: die oder das Katzenstreu.
Duden, der Ball liegt in eurem Katzenklo.
Unser Vorschlag für den Duden 2030
Deshalb möchten wir der deutschen Sprache etwas zurückgeben. Wir präsentieren – völlig unautorisiert und mit größtmöglichem grammatikalischem Selbstbewusstsein – unseren zukünftigen Wörterbucheintrag:
Kat·zen·streu, die oder das
Substantiv, feminin oder Neutrum
Bedeutung:
Saugfähiges Material für Katzentoiletten; vorzugsweise klumpend, geruchsbindend und so angenehm, dass die Katze anschließend trotzdem die Hälfte davon vor dem Katzenklo verteilt.
Grammatik:
die Katzenstreu – standardsprachlich, traditionell, Duden-approved.
das Katzenstreu – sehr gebräuchlich, klingt für verdächtig viele Katzenmenschen einfach richtiger und wird von LucyBalu mit bemerkenswerter Konsequenz verwendet.
Beispielsatz:
„Wer hat schon wieder das Katzenstreu im ganzen Bad verteilt?“
Antwort: Katze unbekannt. Ermittlungen eingestellt.
Bis dieser Eintrag Wirklichkeit wird, nehmen wir das sprachliche Risiko auf uns. Bei LucyBalu heißt es künftig konsequent das Katzenstreu – vom klassischen Katzenstreu bis zu unserem pflanzlichen TOFU Katzenstreu.
Und jetzt brauchen wir euch.
Wenn ihr ebenfalls automatisch „das Katzenstreu“ sagt, teilt diesen Artikel. Schickt ihn an Katzenmenschen, Deutschlehrer, Wortliebhaberinnen und zur Not an eure ehemalige Deutschlehrerin. Vielleicht schaffen wir gemeinsam, was Joghurt längst geschafft hat: die offizielle grammatikalische Wahlfreiheit.
Unser Ziel: die oder das Katzenstreu.
Duden, der Ball liegt in eurem Katzenklo.
Entdecke LucyBalu
Zoeken in onze winkel