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Wie sinnvoll ist ein AirTag als Katzentracker für Katzen?

Praktisch jeder Besitzer einer Katze mit Freigang kennt das beklemmende Gefühl – meine Katze ist heute nicht wie gewohnt nach Hause gekommen. Was ist mit ihr? Wo ist sie? Geht es ihr gut? Diese Sorgen machen sich viele Katzenbesitzer Tag für Tag, wenn auch manchmal eher unterschwellig. Doch nur wenn die Katze zuhause schnurrt, sind wir wirklich beruhigt. Und trotzdem sind viele Katzen täglich da draußen unterwegs und begegnen vielen potentiellen Gefahren; Autos, offen stehende Kellertüren, andere Tiere oder auch Menschen können für unsere Stubentiger zu einer Bedrohung werden. Was tun?

Katzentracker als Lösung für Freigängerkatzen?

Da die Haltung mancher Katzen ausschließlich in der Wohnung nicht möglich und auch nicht gewünscht ist, suchen wir Katzenbesitzer nach Lösungen für uns und die Katze, natürlich auch technologisch. In den letzten Jahren haben Hersteller verschiedenster GPS Tracker versucht, eine Lösung zu bieten. Sucht man als Besitzer erstmal los, findet man im Netz schnell viele Angebote. Vor allem die Positionsbestimmung spielt hier eine große Rolle, aber auch das Nachvollziehen der Wanderungen (Heatmap) der Katzen ist für viele Besitzer reizvoll und aufschlussreich. Dazu kommt, dass GPS ein erprobtes Modell ist, das viele von uns auch in anderen Lebensbereichen nutzen. Das klingt doch erst einmal alles sehr gut – oder?

Vor- und Nachteile von GPS-Trackern für Katzen

Bekannte Anbieter sind beispielsweise der GPS Tracker von Tractive oder der Curve von Vodaphone. GPS als sichere und bekannte Technologie – da kann man erst einmal nichts falsch machen. Dazu kommt, dass der Markt sehr umkämpft ist, und die Einstiegsangebote sind dementsprechend oft günstig. Dennoch – es kommt ein Aber: als Konsument dieser Angebote stellen sich nämlich schnell entscheidende Nachteile heraus: sie funktionieren nur mit einem SIM-Karten-Abo, da der Service neben einer aktiven Satellitenverbindung zur Ortung noch eine Mobilfunkverbindung zur Übermittlung der GPS Daten an den Katzenhalter benötigt. Dadurch landen viele Nutzer von GPS Trackern in einer Abo-Falle und zahlen monatliche oder jährliche Beiträge, unabhängig davon, ob der Katzentracker genutzt wird oder nicht. Sprich – die Katze kommt jeden Tag heim, trotzdem zahlt man den Service kontinuierlich. Aus einer selbst durchgeführten Studie wissen wir: genau dieses kostenpflichtige Abo, welches für den Betrieb eines GPS Trackers erforderlich ist, führt schnell zu großer Frustration bei Konsumenten. Es muss einem bewusst sein, dass der Kauf eines GPS Katzentrackers mit Folgekosten von 50 bis 120 Euro pro Jahr verbunden ist - je nachdem welche Laufzeit und Zahlweise vereinbart wird.

Ein weiterer, für uns noch weitaus gravierender Nachteil besteht im Gewicht der Tracker. Nach dem heutigen Stand der Technik sind GPS Tracker recht groß und schwer. Für mittelgroße und große Hunde ist das kein Problem, aber für die Mehrheit der Katzen ist ein GPS Tracker unangenehm. Nicht wenige unserer eigenen Tiere lehnten solche Geräte rundweg ab und versuchten ihn abzustreifen – also genau das Gerät loszuwerden, das beim Auffinden helfen soll. Idealerweise sollten Tracker von Katzen ganztags oder zumindest überwiegend getragen werden – man denke nur an all die Stubentiger, die selbständig ihre Häuser verlassen. Hier kann der Besitzer nicht jedes Mal prüfen, ob der lästige, schwere Tracker auch wirklich sitzt. Und zu guter Letzt - ein GPS Tracker verbraucht viel Energie, weswegen der Akku alle paar Tage geladen werden muss. Über eine Ersatzbatterie kann man zwar sicherstellen, dass der Tracker dauerhaft geladen ist. Aber wirklich praktikabel ist auch das im Alltag nicht. Summa Summarum – nicht ideal, und für viele Katzen und ihre Menschen ungeeignet. Eine Alternative wäre schön – aber welche?

Der AirTag als Tracking-Alternative für Katzen?

Im April 2021 startete Apple den Verkauf eines neuen Produkts - des AirTags. Dieses auf den ersten Blick unscheinbare Produkt bietet eine "Single Use Case" Lösung. "Verlieren kannst du jetzt vergessen." Der AirTag ist damit also ein Produkt zum Auffinden verloren gegangener Dinge. Praktisch über Nacht wurde das kleine Kunststoffteilchen zum neuen IT- Piece, um Dinge wie den Schlüssel, das Portemonnaie oder den Rucksack im Blick zu behalten oder eben wiederzufinden. Die Übermittlung der Position des AirTags läuft anders als beim GPS Tracker über Bluetooth. Deswegen benötigt der AirTag keinen Mobilfunkvertrag und auch kein monatliches Abo. Über die "Wo ist..?" App können User nun neben dem eigenen iPhone auch ihre AirTags auf einer Karte anzeigen lassen. Dazu kommt das geringe Gewicht des AirTags und seine unauffällige Gestaltung, dank derer er einfach in ein Katzenhalsband integriert werden kann. Also ran damit an die Katze und die Sache ist geritzt? Leider ist es nicht ganz so einfach. Als wir den AirTag das erste Mal als eine Ortungs-Option für Katzen in Betracht zogen, kamen uns schnell Einwände - ein Problem von Bluetooth-Verbindungen ist zum Beispiel die geringe Reichweite von wenigen Metern. Genau das ist der Grund, weshalb Tracking-Anbieter in der Vergangenheit auf andere Technologien wie GPS gesetzt haben. Wie löst der Anbieter Apple das? Denn das Versprechen lautet: beim AirTag klappt die Ortung trotz der geringen Funkreichweite weltweit. Dies funktioniert – über die Menge an ansprechbaren Bluetooth Geräten – solange Apple draufsteht, können diese nämlich den Air Tag erfassen. Nur Apple selbst kann einen Großteil der Millionen iPhones und iPads nutzen, um verlorene AirTags zu orten und den jeweiligen Besitzer über den Standort aufzuklären. Übrigens können AirTags durch die Ultrabreitband Technologie exakt lokalisieren – auch wenn die Entfernung unter 10m beträgt. Das kann oftmals ziemlich nützlich sein - zum Beispiel wenn sich eine Katze aus Angst in einem dunklen Loch versteckt hat. Das ist sozusagen die magische Zutat im Rezept des AirTags, die noch dazu kein Unternehmen der Welt kopieren kann. Zum Glück also für unsere Katzen? Auch hier sind wir ehrlich – auch der AirTag hat Nachteile. Zum Beispiel, wenn er da verloren geht, wo es kaum Apple Geräte gibt. Dann kann die ganze Technologie nämlich nichts nützen. Sprich – der Freigänger im ländlichen Raum mit wenigen mobilen Endgeräten in der nahen Umgebung, bleibt trotz Tracker dann unsichtbar.

Der größte Nachteil am AirTag ist das Spiegelbild seiner größten Stärke. Der AirTag bietet keine aktive Ortung der Katze. Dadurch kann der AirTag so kompakt sein und verbraucht so wenig Energie. Eine sekundengenaue Ortung der Katze scheidet somit aber aus. Für das Finden einer verloren gegangenen Katze kann aber bereits die letzte Positionsbestimmung ein großer Vorteil sein - und definitiv besser als gar keine Information zu besitzen. Die Entwicklung des Produkts ist noch lange nicht abgeschlossen, weshalb sich gewisse Funktionen noch ändern können und werden. Manche Funktionen sind gerade im Zusammenhang mit Haustieren nicht sinnvoll. So spielt der AirTag beispielsweise einen Ton ab, wenn er eine bestimmte Zeit lang von der Person getrennt ist, die es registriert hat. Ziel ist es, Menschen in der Nähe auf sich aufmerksam zu machen. Katzen können durch den plötzlich auftretenden Ton einen Schreck bekommen. Daher empfehlen wir, die Katze langsam an den AirTag zu gewöhnen und auch das Abspielen des Tons zu proben.

Katzentracker im Vergleich: AirTag vs. GPS Tracker

Nach ausführlicher Analyse der verschiedenen Tracking-Methoden für unsere Katzen waren wir uns im Team einig. Um es klar zu sagen: Weder der AirTag noch der GPS Katzentracker sind perfekt. Beide bieten jedoch für eine große Menge an Freigängerkazten und deren Besitzer eine Lösung für ein großes Problem. Es geht also darum, die Variante zu finden, die einen selbst individuell unterstützt. Wann ist ein AirTag als Katzentracker sinnvoll? Und in welchen Situationen ist ein GPS Katzentracker besser geeignet? Jedes Gerät hat seine Vor- und Nachteile. Und beide Produkte sind mit Einschränkungen behaftet und können nur eine Unterstützung bei der Suche nach einer vermissten Katze bieten.

Wir von LucyBalu möchten Sie bei Ihrer Kaufentscheidung gern unterstützen und vergleichen die beiden Ansätze AirTag und GPS Tracker. Dabei verwenden wir stellvertretend den marktführenden GPS Tracker für Katzen von der Firma Tractive mit dem AirTag (Stand: 22.07.2021).

Für wen empfehlen wir einen GPS Katzentracker?

Speziell in ländlichen Gegenden, in denen ein gutes GPS Signal verfügbar ist und die Apple-Dichte vergleichsweise gering ist, wird die Ortung über GPS deutlich zuverlässiger sein. Wenn Ihnen zudem wichtig ist, zu sehen, wie sich Ihre Katze in ihrem Revier bewegt und welche Wegstrecke die Katze zurücklegt, der ist auf eine Bewegungshistorie angewiesen. Diese Funktionen bietet nur ein GPS Tracker. Zudem kann die Position der Katze mit anderen Familienangehörigen und Freunden geteilt werden. Beim AirTag ist dies nicht ohne weiteres möglich. Andere Features wir ein Aktivitätsmonitoring oder ein "Virtual Fence" (also ein virtueller Zaun, der ein Warnsignal ermöglicht, wenn die Katze den Zaun übertritt) betrachten wir eher als Spielerei und sind für Katzenbesitzer oft nicht nutzbar.

Für wen empfehlen wir einen AirTag als Katzentracker?

Der AirTag ist ein kostengünstiger Katzentracker ohne versteckte Folgekosten. Er ist spritzwasser-, wasser- und staubdicht. Dabei hat er genau eine Funktion: Das Finden erleichtern.Und genau darauf kommt es an, wenn die Katze verschwunden ist. Wer auf Spielereien wie Heatmaps, Bewegungsprofile oder virtuelle Zäune verzichten kann, der bekommt mit dem AirTag eine funktionstüchtige Unterstützung bei der Suche einer verschwundenen Katze. Man muss sich für ein Jahr keine Sorgen machen, dass die Batterie leer sein könnte. Und der AirTag ist so leicht und kompakt, dass er mit einem Katzenhalsband komfortabel getragen werden kann (Anmerkung: Wir empfehlen das Katzenhalsband für AirTags nicht für Katzen unter 3kg). Im urbanen Wohnraum funktioniert das GPS Signal oft nicht zuverlässig. Dagegen kann der AirTag im Stadtraum seine Stärke voll ausspielen. Hier bewegen sich täglich viele Menschen mit mobilen Endgeräten wie dem iPhone, der iWatch oder einem iPad. Eine mit einem AirTag vorbeilaufende Katze kann somit in einer urbanen Umgebung in regelmäßigen Abständen getrackt werden. Und das nach Möglichkeit auch, wenn sich die Katze vor Schreck verkrochen hat oder in einen Keller eingesperrt wurde. Hier würde ein GPS Tracker regelmäßig versagen.

Unser Fazit

Egal wie wir es drehen und wenden  - unsere Katzen könnten sich trotz aller Technik verlaufen oder verloren gehen. Damit die Tiere auch dann wieder zu Ihnen als Besitzer finden, empfehlen wir in jedem Falle, Ihr Tier chippen zu lassen und den Chip zu registrieren! Ganz egal ob Sie GPS oder AirTag-Fan werden –  Tierärzte, Tierheime und auch die Polizei checken bei aufgefundenen Tieren stets als erstes, ob ein Chip vorhanden ist, und nicht, ob der Tracker sich nachverfolgen lässt. Tasso e.V. oder auch Findefix bieten hier sehr gute Lösungen und bewähren sich täglich.  Bei Katzen gilt – doppelt hält besser; also eine Kombination aus Technik und der bekannten Registrierung.

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