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Eine kleine Einschränkung gibt es: ja, auch in unserem Team gibt es eine Katze, die ganz klar keinerlei Lust auf andere Katzen hat. Solche „wahren“ Einzelgänger sind aber selten, und entwickeln ihre Abneigung oft erst wenn das Zusammenleben mit anderen Katzen nicht gut läuft. Also auf in den Mehrkatzenhaushalt! Mit unseren Tipps zum Zusammenführen von Katzen kann (fast) nichts mehr schief gehen.

Zweite Katze – ja!

Aus Sicht von (fast) allen Katzen muss man sagen: klares Ja zur Zweitkatze! Gerade wenn ihr euch eine neue Katze ins Haus holen möchtet, und noch keine Katze bei Euch wohnt – holt lieber zwei auf einmal. Erfahrungsgemäß sind Katzen viel öfter alleine als andere Haustiere. Und ja – sie werden einsam! Ein Spielkamerad, auch wenn er nicht der beste Freund ist, ist allemal besser als 12-16 Stunden am Stück alleine zu Hause zu sitzen. Langeweile ist für Katzen fatal, und kann zu so manchen ungeliebten Verhaltensauffälligkeiten führen.

Katzen Zusammenführen

Was man grundsätzlich bei der Zusammenführung von Katzen beachten sollte

Wenn man sich für Kitten, also junge Katzen entscheidet, ist die Zusammenführung meist ein Kinderspiel. Besonders ideal ist es, zwei Kätzchen aus einem Wurf zusammen zu übernehmen. Diese Kitten kennen sich und ihr Spieltrieb kann mit einem Geschwisterchen ideal ausgelebt werden. Das Vergesellschaften von erwachsenen Katzen kann Wochen, manchmal sogar einige Monate dauern, bis alles richtig rund läuft. Wichtig ist, die Geduld nicht zu verlieren und sich bei Bedarf auch Hilfe von Tierärzten oder Verhaltensexperten zu holen. Wer kann, sollte sich für diese Aktion übrigens einige Tage Urlaub nehmen – denn man braucht hier vor allem Zeit und Geduld.

Zwei unkastrierte Kater werden – auch wenn sie sich von klein auf kennen – als Team nicht funktionieren. Wir von LucyBalu votieren sowieso stark für die Kastration aller Kater. Sollte dies aber nicht geschehen, raten wir dringend davon ab, zwei intakte Kater zu vergesellschaften. Es wird zu Revierkämpfen und auch blutigen Zwischenfällen kommen. Sehr viel besser sieht es aus wenn ihr kastrierte Katzen oder Kater miteinander vergesellschaftet. Wichtig: wenn kastriert, müssen es beide Tiere sein! Eine kastrierte Kätzin und ein unkastrierter Kater zusammen können nicht funktionieren. Der Kater wird die Katze viel zu sehr dominieren und damit ihr Leben ziemlich schwer machen.

Ganz ausschlaggebend ist natürlich der Charakter der Tiere, die ihr zusammenbringen wollt. Eine ruhige, sehr schmusige Katze wird mit einem Treibauf der nur am Kronleuchter schwingt, wenig anfangen können. Gleichzeitig entsteht ein Ungleichgewicht für beide Tiere. Schaut also bei der Auswahl eurer zweiten Samtpfote achtsam auf den Charakter eurer bereits bei euch lebenden Katze.

Ein ganz entscheidender Faktor ist auch das Alter der Katzen. Achtet bei einer Zweitkatze bitte unbedingt auch darauf, dass das Alter der beiden Stubentiger ungefähr zusammenpasst. Ein rüstiger Senior kann mit einer zwei bis drei Jahren jüngeren Katze sehr gut zurechtkommen. Ein betagter Kater wird aber mit einem Kitten seine liebe Mühe haben. Und das Kätzchen bekommt nicht den Spielkameraden, den es eigentlich bräuchte.

Wenn man diese grundlegenden Fragen geklärt hat, wird es also ernst.

Die Vorbereitung für den Einzug einer Zweitkatze

Bereitet Euch vor! Dazu gehört, dass man die Räumlichkeiten dafür hat, dass eine zweite Katze einziehen kann. Gerade am Anfang ist es wichtig die zwei Tiere zu separieren. Das geht am besten in einem eigenen Zimmer, zur Not tut es auch das Badezimmer. Sollte hier aber z.B. das Katzenklo stehen, muss man schon einige Tage vorher diese Toilette woanders hinstellen. Denn: jede Änderung, die man direkt vor Einzug der Katze durchführt, wird von unserer ersten Katze mit dem neuen Mitbewohner verknüpft – und wahrscheinlich nicht positiv aufgenommen. Ganz wichtig also: mit einigen Tagen Vorlauf planen.

Ideal ist es, wenn man Decken oder auch Schlafplätze der beiden Katzen im Vorfeld austauschen kann. Katzen nehmen enorm viel mit ihrem Geruchssinn auf und dementsprechend können sie so vorab schon den neuen Gefährten erschnuppern. Sobald der „Neue“ dann da ist, kennen sich die beiden zumindest schon am Geruch. Eine weitere einfache Möglichkeit ist auch, die beiden Katzen jeweils mit einem Handtuch abzureiben und dann die Handtücher auszutauschen. Die Mietzen werden sich nach dem Einreiben abputzen – und nehmen den Geruch der anderen Katze so auch aktiv wahr und auf.

Einige Zeit vor dem Einzug sollte man daran denken, seine Katzeneinrichtung zu verdoppeln. Zwei Katzen brauchen mindestens zwei Toiletten, mehrere Fressnäpfe, viele Liege- und Versteck- sowie Kratzmöglichkeiten. Da an Kratzmöbeln auch viel Reviermarkieren stattfindet, könntet ihr im Vorfeld auch für die erste Katze eine neue Möglichkeit anschaffen – so ist in der Wohnung nicht alles schon total „belegt“. Man sollte auch eine Möglichkeit haben, die Katzen gerade die ersten Wochen nachts weiterhin zu trennen. Bei mehr als einer Person im Haushalt kann man sich auch nachts aufteilen, damit wirklich jede Katze auch ihre Aufmerksamkeit bekommt.

Was sicherlich auch Sinn macht, ist, mit seinem Tierarzt zu sprechen. Empfiehlt er zusätzlich zu unserer Umsicht noch weitere Maßnahmen? Zur Auswahl stehen unter anderem Pheromonverdampfer, Bachblüten oder auch homöopathische Mittel, die man unterstützend einsetzen kann. Auch hier gilt – gerne etwas im Vorfeld mit der Gabe dieser Sachen beginnen.

Die neue Katze zieht ein

Der große Tag ist da! Wenn die Menschen Ruhe ausstrahlen, fällt es unseren Tieren gleich leichter, ebenfalls ruhig zu bleiben. Wenn möglich sollte die bereits bei euch wohnende Katze kurz abgelenkt werden, während der neue Mitbewohner ruhig in sein Zimmer gebracht wird. In diesem Zimmer stehen natürlich Futter, Wasser, Toilette und mehrere gemütliche Schlafplätze zur Verfügung. Dort lässt man die Katze erst mal ruhig ankommen. Wir würden empfehlen dabei zu sitzen und mit ruhiger Stimme und mit Leckerlies um Vertrauen zu werben. Manche Katzen können es kaum erwarten aus ihrem Korb zu kommen und alles zu erkunden – andere bleiben erst einmal stundenlang still sitzen. Gebt der neuen Katze jedenfalls die Zeit die sie braucht. Sobald Ihr das Gefühl habt dass sie etwas angekommen ist, könnt ihr hinausgehen und euch um Nummero Uno kümmern.

Ganz wichtig: die Erstkatze nicht vergessen!

Hier machen wir oft einen Fehler: die Neue wird hofiert und die Alte sitzt dabei und schaut zu. Das führt gerade bei unseren sensiblen Samtpfoten oft zu berechtigter Eifersucht! Stellt also sicher, dass ihr ausgiebig mit eurer Katze spielt, schmust und ihr sagt wie wichtig sie ist.

Es wird ernstDas erste Aufeinandertreffen der Katzen

Gebt dem Ganzen Zeit. Beim ersten direkten Kontakt der zwei Katzen sollte definitiv ein Gitter oder eine nur schmal geöffnete Tür im Weg sein. Hier können sich die zwei beschnuppern, beäugen und – ja – auch ordentlich schimpfen. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir ein zweites Individuum in ein fixes Revier bringen. Wenn wir Glück haben, lässt das Zetern schnell nach. Irgendwann muss man ins kalte Wasser springen und die beiden Tiger zusammen lassen. Die gute Nachricht zuerst: es kracht fast immer. Sprich, es wird gemeckert, gefaucht, gespuckt und vielleicht sogar kurz gerauft. Diese Phase ist wirklich wichtig, weil sie das zukünftige Ranggefüge festlegt. Wenn wir uns hier zu sehr einmischen, stören wir diesen Ablauf, und er wiederholt sich nur besser ist es, ruhig alles zu beobachten. Selbstverständlich muss man eingreifen, wenn eine Katze verprügelt wird, oder aus einer Ecke oder Situation nicht mehr herauskommt.  

Geduld behalten!

Dieser Ablauf kann einige Male passieren, bevor sich sichtlich etwas ändert. Sofern die zwei Katzen sich nicht verletzen, gehört das zu einer erfolgreichen Gewöhnung leider manchmal dazu. Wir verstehen, dass das an die Nerven geht. Aber am Ende soll ja ein glückliches Team aus zwei Katzen stehen – also haltet durch. Schon bald sollten die Phasen des Schimpfens und Fauchens weniger werden. Vielleicht legt sich eine Katze hin und schaut interessiert aus dem Fenster, vielleicht geht eine erstmal etwas essen. So oder so – man wird langsam aber sicher sehen, dass sich die Tiere in der Gegenwart des anderen Geschöpfes schrittweise entspannen. Sobald ihr hier gelandet seid, könnt ihr euch getrost auf die Schulter klopfen. Gut gemacht! Im weiteren Verlauf kann man dann schrittweise die Stubentiger mal gemeinsam in einem Zimmer lassen und kurz rausgehen, beide gleichzeitig (mit Abstand) füttern oder einfach mit beiden auf der Couch chillen.

Wenn man diese Regeln und Tipps befolgt und vor allem Geduld und Ruhe mitbringt, steht einem glücklichen Mehrkatzenhaushalt nichts mehr im Wege!

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